Umwidmung | 09.08.2017

Aus B 6n wird A 36

Im März hat die Bundesregierung bestätigt, dass die Bundesstraße 6n zur Autobahn hochgestuft wird. Jetzt folgen die konkreten Schritte dazu.

„Wir haben aus dem Bundesverkehrsministerium die Mitteilung erhalten, dass die B 6n von Niedersachsen bis Bernburg zusammen mit der A 395 zwischen dem Kreuz Braunschweig Süd (A 39/A 395) und dem Dreieck Vienenburg (A 395/B 6n) einheitlich A 36 heißen wird“, erklärt Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. Die Strecke wird vom Westharz bis zur Anschlussstelle an die A 14 bei Bernburg zur A 36 mit dem Namen „Braunschweig-Bernburg“.

 - Die im Volksmund längst als „Nordharzautobahn" bezeichnete B6n in Sachsen-Anhalt wird nun zur A 36
Die im Volksmund längst als „Nordharzautobahn" bezeichnete B6n in Sachsen-Anhalt wird nun zur A 36
Foto: SVG

Die Vergabe der offiziellen Nummer ist ein wichtiger Schritt, um jetzt zügig alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen zu können, damit die B 6n schon bald den Autobahnstatus erhält. Dem Bund soll nun so schnell wie möglich ein mit dem Land Niedersachsen abgestimmtes Zielverzeichnis für die wegweisende Beschilderung direkt entlang der künftigen A 36, aber auch für das nachgeordnete Straßennetz vorgelegt sowie die Nummern der Anschlussstellen neu ausgezählt werden. Zudem müssen die Zuständigkeiten der Autobahnmeistereien geklärt werden.

Nach Genehmigung dieses Konzeptes durch das Bundesverkehrsministerium kann die Ausschreibung der Umschilderung vorbereitet werden. Die Kosten dafür werden auf sachsen-anhaltischem Gebiet voraussichtlich 2 Mio. Euro betragen. Im nächsten Jahr soll die „neue“ A 36 dann mit blauen Verkehrsschildern als Autobahn weithin erkennbar sein.

Die Landesregierung Sachsen-Anhalts, aber auch Unternehmer- und Wirtschaftsverbände besonders im Harz erhoffen sich positive Impulse für die Wirtschaft und den Tourismus, da die Schnellstraße dann in das bundesdeutsche Autobahnnetz aufgenommen und auf Karten als leistungsfähige Straße besser erkennbar ist. Sachsen-Anhalt hatte deshalb im Zuge des neuen Bundesverkehrswegeplans bereits im Jahr 2016 beantragt, die 100 km lange vierspurige Schnellstraße zur Autobahn zu widmen. Nach der Aufstufung der B 6n und der Fertigstellung des A-14-Lückenschlusses im Norden würden künftig alle Regionen Sachsen-Anhalts durch Autobahnen erschlossen.

Die ersten Planungen für die B 6n sahen eine Autobahn vor. Aus Kostengründen wurde eine Bundesstraße gebaut. Weitere Umbauarbeiten muss es neben der neuen Beschilderung nicht geben, auch wenn die Ausfahrten bei einer Bundesstraße enger beieinander liegen, als bei einer Autobahn. Im Volksmund heißt sie längst „Nordharzautobahn":