Unterflurabzug für die Sand- und Kiesaufbereitung | 20.06.2017

Stabile Lösung dank Beton-Fertigteilen

Projektingenieure, die Komplettanlagen für die Aufbereitung von Sand, Kies, Schotter und Splitt konzipieren, stellen an die Bauweise von Unterflurabzügen immer schon recht hohe Anforderungen. Viele Planer setzen auf Tunnelsysteme aus Beton-Fertigteilen.

 - Die Montage der Fertigteile funktioniert ganz simpel: Die Rahmenprofile werden zusammengezogen und mittels einer werkseitig aufgebrachten elastomeren Doppelkeildichtung zuverlässig abgedichtet.
Die Montage der Fertigteile funktioniert ganz simpel: Die Rahmenprofile werden zusammengezogen und mittels einer werkseitig aufgebrachten elastomeren Doppelkeildichtung zuverlässig abgedichtet.
Foto: Kleihues Betonbauteile GmbH & Co. KG

Bei der Aufbereitung von Sand, Kies, Schotter und Splitt stellt der Transport der Schüttgüter von seiner ursprünglichen Lagerstätte zur Aufbereitungsanlage einen besonderen Knackpunkt dar. Ziel ist es stets, die Materialien möglichst effizient zu fördern und auf kurzen Wegen sicher einer Aufbereitung zuzuführen. Die Arbeitsweise ist dabei oft ähnlich: Ein Saugbagger fördert meist aus einem See ein Kies- Wasser- Gemisch und pumpt es in ein Schöpfrad. Dort wird der Kies aus dem Wasser getrennt und mit einem Haldenband auf eine Vorratshalde gefördert. Unter der Halde ist häufig ein Unterflurabzug positioniert. Über Trichter, die mit Doseuren ausgestattet sind, gelangt das Material nachdem es geregelt abgezogen wurde schließlich auf ein Förderband im Tunnel, um den Weg in die Aufbereitungsanlage zu nehmen. Waren früher hierbei die Tunneleinsätze oft aus gewellten Stahlrohren, so werden heute moderne Anlagen häufig aus Rahmenbauwerken zusammengesetzt, die aus Beton-Fertigteilen bestehen.

 Projektingenieure, die Komplettanlagen für die Aufbereitung von Sand, Kies, Schotter und Splitt konzipieren, stellen an die Bauweise von Unterflurabzügen immer schon recht hohe Anforderungen: Die Vorteile der Fertigteilbauweise für Unterflurabzüge liegen dabei auf der Hand: Tunnel, die sich aus Rahmenbauwerken zusammensetzen bleiben auch bei Setzungen ausreichend stabil und verfügen über einen ebenen Boden, um gut begehbar zu sein und sich leicht reinigen zu lassen. Bei den in dieser Anwendung häufig anzutreffenden Tunnelanlagen aus gewellten Stahlrohren ist das dagegen nicht immer der Fall. Deshalb setzen viele Planer auf Tunnelsysteme aus Beton-Fertigteilen.

 - Das Schema zeigt die elastomere Doppelkeildichtung beim Montagevorgang.
Das Schema zeigt die elastomere Doppelkeildichtung beim Montagevorgang.
Grafik: DS Dichtungstechnik GmbH

Das Betonfertigteilwerk Kleihues aus Emsbüren liefert für diese Anwendung zum Beispiel Rahmenbauwerke mit einem lichten Innenquerschnitt von 2,5 x 2,5 Metern und einer Baulänge von 3 Metern. Der Aufbau funktioniert dabei ganz simpel: Die Fertigteile werden zusammengezogen und mittels einer werkseitig aufgebrachten elastomeren Doppelkeildichtung zuverlässig abgedichtet. Die Montage eines 50-60 Meter langen Tunnels kann auf diese Weise innerhalb von zwei Tagen erfolgen. Die Stöße sind druckwasserdicht bis 10 m Wassersäule und der Tunnel kann für übliche Haldenlasten bis ca. 18 m ausgelegt werden. Damit erreicht diese Bauweise auch bei ungleichmäßiger Belastung eine deutliche höhere Stabilität als ein herkömmlicher Stahltunnel. Aufgrund des geraden Bodens lässt sich dieser Rohkiestunnel auch sehr gut begehen und gut reinigen.

Mit 150 qualifizierten Mitarbeitern – verteilt auf drei Standorte in Deutschland - bietet die Firma Kleihues von der Planung, über die statische und konstruktive Durcharbeitung, bis zur Fertigung und Montage vor Ort die komplette Leistungspalette eines modernen Fertigteilwerkes – und das in hoher Qualität produziert nach modernsten Umweltstandards.