Trockenaufbereitung | 07.10.2018

Was fürs Grobe und Feine

Neuheiten bei Christophel: Auf der Nordbau präsentierte das Unternehmen eine neue Grobstücksiebanlage und sowie einen überarbeiteten Windsichter.

 - Die Grobstücksiebanlage Portafill MR6 kann von drei Seiten beschickt werden.
Die Grobstücksiebanlage Portafill MR6 kann von drei Seiten beschickt werden.
Foto: C. Christophel GmbH

Bei dem erstmals in Deutschland vorgestellten Grobstücksiebanlagenkonzept Portafill MR6 handelt es sich eigentlich um ein ausgereiftes System, das der Hersteller jedoch trotzdem im Detail verbessert hat. Die Flügelbleche des 7,0 m³ großen Aufgabetrichters lassen sich derart hydraulisch klappen, dass sich die Ladehöhe beim Einsatz hinter dem Brecher deutlich reduzieren lässt. Bei kleineren Radladern oder beengten Baustellen nutzen Betreiber diese Funktion und lassen nur eine Trichterseite hydraulisch herab.

Beschickung von drei Seiten möglich
Das Sammelband unter dem Sieb fördert, anders als bei anderen Modellen, zum Siebende und übergibt von hier auf das Haldenband. Diese Bauweise ermöglicht die Trichterbeschickung von allen drei Seiten. Bei Bedarf können zwei Radlader zeitgleich aufgeben. Entspricht die Maschinenbauweise nicht den örtlichen Anforderungen, können Fein- und Mittelkornband mit wenigen Handgriffen getauscht werden und einen „seitenverkehrten“ Austrag ermöglichen.

Sauber getrennt
Auch beim Windsichter „AirMaster NEO“ hat der Hersteller nachgebessert: Dank wissenschaftlicher Grundlagenforschung seien sauberere Trennschnitte, auch bei geringem Wichteunterschied oder breitem Kornband, möglich. Ziel der Forschung war die Optimierung der Luftzufuhr, Luftverteilung und Düseneffizienz. Im Ergebnis soll die marktübliche Luftstromabweichung von 40 % auf unter 5 % reduziert worden sein.

Prüfung im Versuchslabor
Neben der Technik spielt der „Faktor Mensch“ beim Betrieb eines Windsichters eine entscheidende Rolle. Zu viele Variablen, Luftmenge und Druck, wie auch die Positionierung des Aufgabebandes zu den Düsen und zur Sichtertrommel erschweren die Inbetriebnahmen und Einstellungen. Nach Erfahrungen von Christophel würden häufig Maschinen mit suboptimalem Sichtungsergebnis eingesetzt. „Unser Lieferant verfügt über ein Versuchslabor. Hier werden Materialproben gefördert, getrennt, bewertet gemischt und erneut so lange im Kreislauf gefördert, bis die beste Einstellung für den Baustellenbetrieb gefunden ist. Die Werte und Koordinaten werden dann 1:1 auf die Baustellen übertragen. Das spart Zeit, Kosten und sichert die Qualität“, klärt Rüdiger Christophel über die Möglichkeiten auf.