Bauhauptgewerbe | 14.05.2018

Tarifverhandlungen mit Schlichterspruch beendet

Die Tarifverhandlungen für die rund 800.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind beendet worden. Die Löhne und Gehälter steigen um 5,7 (West) bzw. 6,6 % (Ost). Hinzu sollen Einmalzahlungen und nach langer Zeit wieder ein 13. Monatseinkommen kommen.

„Es waren harte und zähe Verhandlungen, die immer mal am Rande des Scheiterns waren. Das hat sich durch alle Verhandlungsrunden inklusive der 19stündigen Schlichtung gezogen“, so Uwe Nostitz, ZDB-Vorstandsmitglied und Verhandlungsführer Arbeitgeber, zum Ende der Verhandlungen. Nostitz schätze ein: „Mit den 5,7 % haben wir die absolute Obergrenze dessen erreicht, was unsere Unternehmen zu leisten vermögen. Auf der anderen Seite bietet die lange Laufzeit von 26 Monaten den Unternehmen Planungssicherheit, was unsere Zustimmung wiederum leichter gemacht hat.“

 - Die Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe wurden mit einem Schlichterspruch beendet
Die Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe wurden mit einem Schlichterspruch beendet
Foto: Bundestag/ Sven Simon

Gleichzeitig wurde im Hinblick auf die Annäherung der Ost- an die Westlöhne sowohl in Bezug auf die Lohntabelle wie auch auf die Einführung eines 13. Monatseinkommens einen großen Schritt gemacht. Letzteres gibt es zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung, das ab 2020 mit 18 GTL, das entspricht rund 350 Euro gezahlt und in 2021 auf rund 700 Euro (36 GTL) und in 2022 auf rund 1.050 Euro (54 GTL) erhöht wird. Auch die Auszubildenden bekommen in den ersten drei Lehrjahren mehr Geld sowie ein 13. Monatseinkommen.

Die Tarifvertragsparteien haben nun 14 Tage Zeit, dem Tarifvorschlag zuzustimmen.