Veranstaltung | 31.10.2017

Ressourceneffizienz im Straßenbau

Der Straßenbau weist unter allen Teilsektoren des Tiefbaus den größten Materialbedarf auf. Eine Veranstaltung des Zentrums für Ressourceneffizienz des VDI am 13. November in Berlin informiert über Ressourceneffizienz im Straßenbau, zeigt Potenziale auf und stellt Umsetzungsbeispiele vor.

Als Einstieg in das Thema werden die Studie „Ressourceneffizienzpotenziale im Tiefbau“ und die aktuellen Aktivitäten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur präsentiert. Anschließend berichten Praktiker, wie sie Maßnahmen, wie Maximalrecycling oder „grüner Asphalt“, sowohl technisch als auch administrativ umgesetzt haben.

Die Studie „Ressourceneffizienzpotenziale im Tiefbau“, die das Öko-Institut e. V. im Auftrag des VDI Zentrum Ressourceneffizienz erstellt hat, beziffert den jährlichen Treibhausgasausstoß, der durch Instandhaltungsmaßnahmen an bereits bestehenden Straßen verursacht wird, auf knapp 4 Mio. t. Sie quantifiziert zugleich die großen Ressourcenschonungspotenziale in diesem Teilsektor, die sich durch bereits heute technisch mögliche Effizienzmaßnahmen erschließen ließen. Hierdurch könnten die mit dem Ausbau und Erhalt der Straßeninfrastruktur verbundenen Treibhausgasemissionen um rund 18 % gesenkt werden. Die Reduktionspotenziale beim Material- und Energieaufwand fallen noch größer aus.

 - Ressourcenschonung im Straßenbau ist durch trockene Lagerung und einen hohen Anteil an wiederverwendetem Asphaltgranulat möglich
Ressourcenschonung im Straßenbau ist durch trockene Lagerung und einen hohen Anteil an wiederverwendetem Asphaltgranulat möglich
Foto: Maike Sutor-Fiedler