Betriebsumstellung | 20.12.2018

Von stationär zu mobil

Seit 1962 produziert das A. Caspar Basalt-Lavawerk in Ettringen Baustoffe aus Basalt und Basaltlava. Das Familienunternehmen wurde Anfang 2017 von der Terratec-Basalt GmbH übernommen. Da der alte Steinbruch weiterhin wirtschaftlich betrieben werden sollte, entschloss sich das Unternehmen, die Betriebskosten zu senken. Ein wichtiger Schritt dabei war, die stationäre durch eine mobile Aufbereitung zu ersetzen.

 - Metsos neue Lokotrack LT220D „Zwei-in-eins-Anlage“.
Metsos neue Lokotrack LT220D „Zwei-in-eins-Anlage“.
Foto: Metso

„Mit dem Kauf des Steinbruchs erweitern wir unseren Betrieb, dessen bisherige Schwerpunkte die Vermietung mobiler Brech- und Siebanlagen und Baumaschinen, Transportdienstleistungen, Tiefbau sowie Bauschutt- und Bodenverwertung waren“, begründet Karl-Werner Bierbrauer, Geschäftsführer und Eigentümer der Terratec-Basalt GmbH, seine Entscheidung. Da er den alten Steinbruch weiterhin wirtschaftlich betreiben möchte, entschloss er sich, die Betriebskosten zu senken.

Ein wichtiger Schritt dabei war, die stationäre durch eine mobile Aufbereitung zu ersetzen. Zu diesem Zweck ergänzte er seine bestehende mobile Flotte um eine neue Lokotrack LT220D „Zwei-in-eins-Anlage“ von Metso. „Durch den schrittweisen Umbau unseres Steinbruchs und den Betrieb mit Mobilanlagen versprechen wir uns deutliche Kostenvorteile. Wir rechnen mit Einsparungen von 25 bis 30 Prozent, das sind etwa ein bis zwei Euro pro Tonne“, sagt Bierbrauer. „Die Einsparungen beruhen vor allem auf der Halbierung der Transportkosten für das gesprengte Gestein. Die alte stationäre Vorbrechanlage liegt oben auf dem Berg; jetzt muss das Gestein nur zu den in der Nähe aufgestellten Mobilanlagen transportiert werden“, ergänzt er. „Bis auf weiteres werden wir im Steinbruch sowohl die stationäre als auch die mobile Anlage betreiben und hoffen, in zwei Jahren den stationären Betrieb einstellen zu können.“

Die neue mobile Aufbereitung besteht aus drei raupenmobilen Einheiten: der Lokotrack LT106 Backenbrecheranlage, dem ST2.4 Mobilsieb und der LT220D Kreiselbrecheranlage mit Sieb. Der gesprengte Basalt bzw. die Basaltlava wird zunächst im Vorbrecher vorgebrochen. Anschließend erfolgt die Absiebung des Materials bei 80 mm. Das Überkorn 80-120 mm verarbeitet die Kreiselbrecher-/Siebanlage. Die wichtigsten Endprodukte sind 0-2 mm, 2-8 mm und 8-16 mm.

Mit dem Leistungsbereich des mobilen Prozesses von 150-250 t/h ist Karl-Werner Bierbrauer sehr zufrieden: „Das entspricht genau unseren Produktionszielen. Wir werden uns auf Qualitätsprodukte anstatt auf Massenproduktion konzentrieren. Schließlich sind mit sauber klassierten, hochwertigen Gesteinskörnungen deutlich höhere Erlöse zu erzielen.“