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Archiv 8. Januar 2019

Lutz Pollmann offiziell verabschiedet

Lutz Pollmann wurde im Dezember offiziell als Hauptgeschäftsführer der Baugewerblichen Verbände (BGV) verabschiedet. Pollmann hat 26 Jahre lang an der Spitze der BGV gestanden. Prominente Laudatoren lobten sein Engagement als „Glücksfall für das Baugewerbe“.

Gut gelaunt: Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, krzlich als ZDB-Prsident verabschiedet, berreicht Lutz Pollmann (r.) die Goldene Verdienstmedaille des ZDB.
Gut gelaunt: Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, krzlich als ZDB-Prsident verabschiedet, berreicht Lutz Pollmann (r.) die Goldene Verdienstmedaille des ZDB.

Die Redner, darunter NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer und der Ehrenpräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, würdigten unisono sein Engagement, seine Verlässlichkeit, seinen Weitblick, aber auch seine Offenheit in der Argumentation. Als Anerkennung für seine Arbeit überreichte ihm Loewenstein die Goldene Verdienstmedaille des ZDB.

Es gebe für ihn viel Anlass, stolz zu sein, meinte Pollmann im Rückblick auf insgesamt 34 Jahre bei den BGV. Seine Gäste spendeten mehr als 6.000 Euro zugunsten einer von der Deutsch-Madagassischen Gesellschaft geführten Schule in dem Inselstaat. Mit der Summe könne fast ein Jahr lang der Mittagstisch, die zumeist einzige richtige Mahlzeit für die 150 Kinder, finanziert werden, freute sich Pollmann, der auch Honorarkonsul der Republik Madagaskar ist.

Die „große und sehr hochkarätige Resonanz auf unsere Einladung macht deutlich, wie angesehen Lutz Pollmann auch weit über das Baugewerbe hinaus ist“, leitete der Präsident der BGV, Rüdiger Otto, die Würdigungen ein. Er habe die Interessen der mittelständischen Bau- und Ausbaubetriebe überaus engagiert und mit breiter Fachkenntnis vertreten. Sein Ruhestand stelle daher eine „tiefe Zäsur“ dar. „Er war ein Glücksfall für uns im Baugewerbe. Wir sind ihm zu großem, tiefempfundenen Dank verpflichtet“, schloss der BGV-Präsident.

Für das Handwerk stellten Loewenstein, Wollseifer und auch der Präsident von Handwerk NRW, Andreas Ehlert, die vielfältigen Impulse heraus, die Pollmann gegeben habe. Die Zusammenarbeit mit ihm sei stets gut gewesen. Ehlert: „Wenn man ihn brauchte, war er immer da. Aber er war auch da, wenn er einmal etwas von uns wollte.“ Loewenstein schilderte Pollmann als „großen Kommunikator“, ausgestattet mit einem „gesunden Selbstbewusstsein“ und zugleich mit viel Weitblick.

Wüst dankte für zahllose Gespräche über viele Jahre hinweg. Anschließend seien ihm Pollmanns Position und Wünsche immer klar gewesen, was man nicht von allen Gesprächspartnern so sagen könne. Der Politiker verwies auf die milliardenschweren Infrastrukturvorhaben im Land, die sicherstellen würden, dass die Baubranche noch auf Jahre hinaus gut zu tun haben werde. Dass es zu diesem Investitionshochlauf gekommen ist, sei nicht zuletzt auf das Drängen der BGV zurückzuführen.

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Bauunternehmer und Architekten seien im Berufsalltag nicht immer einer Meinung und gut aufeinander zu sprechen, bekannte der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing. Auf der Ebene der Berufsorganisationen seien derartige Differenzen dagegen überaus selten gewesen. „Unsere Zusammenarbeit war vielmehr immer transparent und reibungslos“, blickte Uhing auf die Kontakte mit Pollmann zurück. In den fünf Jahren als Sprecher des sehr breit angelegten Aktionsbündnisses „Impulse für den Wohnungsbau NRW“ habe es der BGV-Hauptgeschäftsführer sogar fertiggebracht, den Wohnungsbau und die Defizite auf diesem Sektor „endlich aus dem Schattendasein herauszuholen“. Auch in dieser Funktion habe er „wichtige Akzente gesetzt“.

Hermann Schulte-Hiltrop hat Anfang Januar als Hauptgeschäftsführer die Leitung der neuen Formation Bauverbände.NRW übernommen, die das Dach über den nordrheinischen und den westfälischen Bauorganisationen bildet. Er dankte Pollmann für seinen entschiedenen Einsatz zugunsten dieses neuen „Dachs“. Im Kreise der Hauptgeschäftsführer habe sich Pollmann in dem Vierteljahrhundert seiner Amtszeit eine Position erarbeitet, die es rechtfertige, ihm den Ehrentitel „Größter Hauptgeschäftsführer aller Zeiten“ auf Lebenszeit auszusprechen – verbunden mit überdimensionaler Urkunde und einem Käppi, auf dem fünf Sterne prangen.

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