Foto: Foto: Bauwirtschaft Baden-Wrttemberg

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Kritik an kommunaler Ausschreibepraxis

Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, kritisiert die kommunale Ausschreibepraxis. Insbesondere die Aufhebung von Ausschreibungen missfällt der Branche. Ihr liegen nach Meinung des Verbands oft unrealistische Kalkulationen zugrunde.

Als Beispiel nennt Möller die Stadt Baden-Baden, bei der es in den letzten Monaten zu einer Häufung von Ausschreibungsaufhebungen gekommen ist: „Wenn die Stadt Probleme mit ihren Bauausschreibungen hat, weil sie offenbar mit veralteten Zahlen kalkuliert, darf sie nicht ohne weiteres diese Ausschreibungen wieder aufheben, nur weil sie keine passenden Angebote bekommt. Vielmehr ist eine Kommune laut Vergaberecht dazu verpflichtet, zunächst Aufklärungsgespräche mit den Bietern zu führen, um die Gründe für die Überschreitung der Kostenkalkulation zu ermitteln. Oft stellt sich dabei heraus, dass die Gemeinden Parameter zugrunde legen, die nicht den aktuellen Marktgegebenheiten entsprechen.“

Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg appelliert an die öffentlichen Bauauftraggeber, ihren Beitrag zur Schaffung fairer Marktbedingungen zu leisten. „Dazu gehört, dass die Verantwortlichen im Vorfeld ihre Bauprojekte seriöser kalkulieren und aktuelle Preissteigerungen wie etwa bei der Materialbeschaffung mit berücksichtigen“, betont Möller. Ausschreibungen müssten präzise gestaltet sein, Risiken und ortsspezifische Erschwernisse berücksichtigen und auf einer realistischen, marktgerechten Kostenschätzung beruhen. „Wichtig ist außerdem, dass sich Vergabeentscheidungen an der Wirtschaftlichkeit eines Angebots orientieren. Keinesfalls darf der niedrigste Preis das allein entscheidende Kriterium sein! Nur durch solch partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und ausführender Bauwirtschaft können die wichtigen Bauaufgaben im Bereich der öffentlichen Infrastruktur bedarfsgerecht und wirtschaftlich umgesetzt werden.“

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Kostenloser Online-Zugang für Kunden

Der Submissions-Anzeiger-Verlag, Hamburg, bietet seinen Kunden ab sofort einen Gratis-Zugang zur Auftrags-Datenbank. Dies teilt der Verlag in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Die Hamburger geben eine Tageszeitung heraus und betreiben eine Datenbank für öffentliche und private Ausschreibungen.

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Regionale Baustoffe dürfen bevorzugt werden

Mit großem Unverständnis reagieren regionale Baustofflieferanten, wenn der öffentliche Auftraggeber für das direkt vor ihrer Tür befindliche Bauvorhaben weit entfernt ansässige Lieferanten beauftragt. Gerechtfertigt wird dieses Vorgehen regelmäßig mit dem Verweis auf das Vergaberecht, das eine Bevorzugung ortsansässiger Bieter per se verbiete. Doch ist das so richtig?

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Fahrverbote bedrohen Existenzen

Der Bau boomt und nun das: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, will die rasante Fahrt der Baubranche ausbremsen. Er plant, in Stuttgart Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bis Euro 4 durchzusetzen. Betroffen davon wäre besonders hart die Bauwirtschaft.

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Verbände verschmelzen

Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg und die Bauwirtschaft Nordbaden werden in diesem Jahr zu einem gemeinsamen Verband verschmelzen. Die offizielle Fusion wird im Frühsommer nach Eintragung in das Verbandsregister rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Der Verband vertritt künftig rund 1.800 Mitgliedsbetriebe mit etwa 48.000 Beschäftigten