Untergrundbelastung vermeiden | 24.04.2017

Hochverdichtete Fahrplatten aus Kunststoff

Wo der Untergrund nicht befahren oder durch Belastungen beschädigt werden darf, werden Fahrplatten eingesetzt, denn das Bundes-Bodenschutzgesetz schreibt vor, dass zur Vorsorge gegen das Entstehen von Bodenveränderungen Schutzmaßnahmen zu treffen sind. Durch die stetig schwerer werdenden Lkw und Kräne müssen Fahrplatten jedoch zusehends stärkeren Beanspruchungen standhalten.

Das Unternehmen LuxTek Tobias Gimmler hat doppelseitig strukturierte „LuxTek Professional“ entwickelt, die durch das in der Herstellung angewandte Pressverfahren und das hochwertige Material zugleich elastisch und biegesteif ist.

 - Die neue Fahrplatte von LuxTek schützt den Untergrund effektiv vor Schäden – hohe Punktbelastungen von über 150 t sind dadurch kein Problem
Die neue Fahrplatte von LuxTek schützt den Untergrund effektiv vor Schäden – hohe Punktbelastungen von über 150 t sind dadurch kein Problem
Foto: LuxTek Tobias Gimmler

Für den Boden bedeutet dies zuverlässigen Schutz ohne die Gefahr von Fahrrillen, Mulden oder Verdichtungen. Die seit Anfang 2017 erhältliche Fahrplatte ist durch die Kombination aus fein strukturierter Personenseite und grob profilierter Fahrzeugseite vielseitig einsetzbar.

Anders als bei weichmacherhaltigen Produkten ist das Material der LuxTek Professional fest miteinander verbunden und kommt daher ganz ohne Stoffe aus, die verfliegen könnten. „Durch die Herstellung mittels speziellem Pressverfahren ist die Fahrplatte formstabil und flexibel zugleich“, erläutert Vertriebsleiter Tilo Horn. Dabei entsteht ein Granulatverbund, der biegesteifer ist, dadurch eine bessere Lastverteilung ermöglicht und so hohen Punktbelastungen von über 150 t standhält. Die Platten behalten ein optimales Verhältnis aus Steifigkeit und Bruchfestigkeit über einen weiten Temperaturbereich hinweg – von -100 bis +80 °C. Darüber hinaus sind sie sehr langlebig, verwittern nicht und sind verschleißarm sowie UV-beständig. Der Kunststoff ist dabei eine gute Alternative zu den Materialien Holz – das bei Regen und Kälte verrottet – und Stahl – der rosten kann sowie ein großes Eigengewicht besitzt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es gilt, unbefestigten oder befestigten Boden zu schützen. Sogar über Bordsteine und Verkehrsinseln lassen sich die Platten legen. Ihre beidseitige Strukturierung wirkt rutschhemmend und erweitert ihre möglichen Einsatzbereiche: Die fein strukturierte Seite mit nahe beieinanderliegenden, 2 mm hohen Stegen wird eingesetzt, wenn der Übergang auch für Personen geeignet sein soll. Die gröber strukturierte Fahrzeugseite mit 5 mm hohen, weiter voneinander entfernten Stegen erlaubt, dass Reifenprofile den nötigen Grip bekommen. So werden Maschinen weniger beansprucht und ihr Kraftstoffverbrauch sinkt.

Die in Deutschland hergestellte LuxTek Professional gibt es in den Kernstärken 13, 16 sowie 19 mm und ermöglicht mit einem geringen Eigengewicht zwischen 39,0 kg und 56,5 kg ein leichtes Verlegen. Die Punktbelastung beträgt bei trockenen Verhältnissen zwischen 30 und 85 t auf unbefestigten Untergründen. Bei befestigtem Untergrund steigt dieser Wert sogar auf mindestens 80 bis 150 t. „Unabhängig von der Stärke sind die Fahrplatten im Maß 2.400 x 1.200 mm verfügbar, für Anwendungen im Schwerlastbereich auch in der Größe 3.000 x 2.500 x 40 mm“, so Horn. Fortlaufende Materialprüfungen werden durch die TÜV Rheinland Industrie Service GmbH durchgeführt.

Die nach DIN und ISO zertifizierte LuxTek Professional ist auch als Fahrplattenset lieferbar: Dieses umfasst eine vollverzinkte Metallbox, in der die Platten platzsparend und stapelbar aufbewahrt werden können. Für die Entnahme der Platten aus der Box, die auch seitlich erfolgen kann, müssen lediglich die Sicherheitsbügel entfernt werden.