A 81 | 06.09.2017

Finanzierungsvereinbarung für den Lärmschutzdeckel

Gute Nachrichten für die Menschen in Sindelfingen und Böblingen. Auf 850 m bekommt die A 81 einen Lärmschutzdeckel. Gleichzeitig wird das Autobahnstück auf sechs Spuren ausgebaut. Bund, Land und Kommunen haben eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet.

Landrat Roland Bernhard freute sich, dass sich am Ende alle Akteure bewegt haben: Bund, Land, Landkreis und die beiden Städte Böblingen und Sindelfingen: „Für die Wirtschaftskraft im Landkreis Böblingen ist der Ausbau der A 81 von größter Bedeutung. Der Landkreis beteiligt sich an den Kosten, um den Ausbau zu fördern und wo möglich zu beschleunigen.“

Dr. Corinna Clemens, Bürgermeisterin der Stadt Sindelfingen: „Der sechsspurige Ausbau der A81 ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Wirtschaft im gesamten Ballungsraum Stuttgart. Neben diesem wirtschaftlichen Aspekt stehen für uns jedoch insbesondere auch die Interessen der lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohner im Fokus. Aus diesem Grund gehen wir mit der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung für den Lärmschutz-Deckel als Kommunen eine große Verantwortung für die kommenden Jahre ein. Dieser Beitrag im Gesamtprojekt ist insbesondere unter dem Aspekt, dass mögliche Mehrkosten ohne Kostenlimit zu gleichen Teilen auf die Projektpartner umgelegt werden, alles andere als selbstverständlich.“

 - Verteilung der Mehrkosten für die Deckelung der A 81 zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb
Verteilung der Mehrkosten für die Deckelung der A 81 zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb
Abbildung: Maike Sutor-Fiedler (Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg)

Wegen der umfangreichen Planänderungen wurde im Juni 2016 das bisher ruhende Planfeststellungsverfahren aus dem Jahr 2005 eingestellt und zeitgleich ein neues Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Angestrebt wird, dass der Planfeststellungsbeschluss bis Mitte 2018 ergeht. Für die Genehmigung des RAB-ING-Entwurfes wird etwa ein Jahr benötigt. Das europaweite Ausschreibungsverfahren sowie die Planung des Auftragnehmers werden ebenfalls Zeit in Anspruch nehmen. Vor diesem Hintergrund wäre ein Baubeginn theoretisch noch im Jahr 2020 möglich. Für die Bauzeit werden ungefähr fünf Jahre veranschlagt.

Der sechsstreifige Ausbau der A 81 zwischen der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost und der Anschlussstelle Böblingen-Hulb ist für Bund, Land und die Region Stuttgart von sehr großer Bedeutung. Auf dem derzeit mit rund 100.000 Kraftfahrzeugen pro Tag überlasteten Abschnitt der A 81 gibt es je Fahrrichtung nur zweistreifige Fahrbahnen, die zudem zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen/Sindelfingen nicht einmal Standstreifen aufweisen. Der nun vorgesehene Ausbau auf je drei Fahrstreifen mit Standstreifen in jeder Fahrrichtung trägt dieser hohen Verkehrsbelastung Rechnung und bewirkt eine erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit.