A 281 | 11.01.2019

Erster Spatenstich für die Weserquerung

Viel Prominenz fand sich am 10. Januar zum symbolischen ersten Spatenstich für den Bauabschnitt 4 der Autobahn-Eckverbindung A 281 ein. Mit diesem Bauabschnitt soll bis 2024 der Anschluss der A 281 an die A 27 realisiert werden. Herzstück des etwa 4,9 km langen Trassenabschnitts ist ein neuer Wesertunnel.

„Ich freue mich sehr, dass nun mit den bauvorbereitenden Maßnahmen für die Weserquerung begonnen wird. Auch der Bauabschnitt 2/2 zwischen Neuenlander Ring und Kattenturmer Heerstraße wird in den kommenden Jahren realisiert werden, sodass die Autobahn-Eckverbindung A 281 voraussichtlich im Jahr 2024 vollendet wird“, betonte Bremens Bürgermeister Dr. Carsten Sieling.

 - Erster Spatenstich für die Weserquerung der A 281 (v.l.n.r.): Bremens Bürgermeister Carsten Sieling, Dirk Brandenburger (Geschäftsführer Bundesprojektunternehmen Deges), Staatssekretär Enak Ferlemann und Bremens Senator für Verkehr Joachim Lohse
Erster Spatenstich für die Weserquerung der A 281 (v.l.n.r.): Bremens Bürgermeister Carsten Sieling, Dirk Brandenburger (Geschäftsführer Bundesprojektunternehmen Deges), Staatssekretär Enak Ferlemann und Bremens Senator für Verkehr Joachim Lohse
Foto: Pressereferat Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Bremens Verkehrssenator Dr. Lohse begrüßte den Baustart ebenfalls: „Der Ringschluss der A 281 wird vor allem Verkehr aus innerstädtischen Verbindungen herausnehmen und damit Wohnquartiere bezogen auf Lärm und Luftverschmutzung entlasten. Zudem bedeutet dies Entlastungen für wichtige Pendlerrouten.“

Auch Bundesstaatssekretär Enak Ferlemann freute sich über den Startschuss für den weiteren Bauabschnitt „Der Wesertunnel ist das Herzstück dieses Neubauprojekts. Durch den Lückenschluss im Westen treiben wir den Bau des Autobahnrings wesentlich voran. Das entlastet die Straßen in Bremen – und verbessert zugleich die Anbindung der Hansestadt an das internationale Fernverkehrsnetz.“

Der 1,1 km lange Wesertunnel stellt im Bauabschnitt 4 eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung dar. „Die beiden Eingänge werden in herkömmlicher offener Bauweise und der Mittelbereich im sogenannten Einschwimm- und Absenkverfahren hergestellt“, erläuterte Projektleiter Jörn Kück von der Projektmanagementgesellschaft Deges, die vom Bremer Senat und dem Bundesverkehrsministerium mit der Umsetzung des Lückenschlusses beauftragt wurde.

Zunächst werden im Trassenbereich des Bauabschnitts Abbruch- und Rodungsarbeiten durchgeführt. Die Leitungen der Ver- und Entsorger müssen an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die Infrastruktur auf dem Gelände von ArcelorMittal Bremen und von Holcim ist so anzupassen, dass die Erreichbarkeit dieser beiden Firmen durchgehend gewährleistet ist. Zudem gilt es, Bodenbelastungen und Kampfmittel fachgerecht zu entsorgen und die Brücke im Zuge der Carl-Benz-Straße neu herzustellen, um die Erschließung des Baufeldes organisieren zu können. Anschließend kann mit dem Bau des Wesertunnels begonnen werden.

Die Kosten für den Bauabschnitt 4 der A 281 sind mit 345 Mio. Euro veranschlagt, die fast vollständig vom Bund getragen werden. Bremen beteiligt sich mit 1 Mio. Euro an den Baukosten, um den Tunnel städtebaulich verträglicher in den Bestand einzubinden.