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Erste Gütesiegel für Lösemittelfreiheit vergeben

Reparaturasphalte sind in die Kritik geraten, denn Beschäftigten fühlten sich durchaus belästigt, obwohl diese von den Herstellern mit „lösemittelfrei" tituliert wurden. Die BG Bau hat nun einen Giscode für Reparaturasphalte etabliert, mit dem der Anteil an Lösemitteln abgelesen werden kann. Die ersten Produkte wurden damit ausgezeichnet.

Als erstes Produkt überhaupt erhielt „Steiwa Vario“ der Steininger Straßenbauprodukte Deutschland GmbH aus Pfinztal-Söllingen mit dem Giscode RepA10 die höchstmögliche Einstufung. RepA10 bescheinigt, dass keinerlei Lösemittel mit einem Siedepunkt bis 300 °C, die nicht aus Bitumen stammen, enthalten sind. Die weiteren Giscodes (RepA20 bis RepA90) zeigen mit steigender Zahl einen steigenden Lösemittelanteil an.

„Steiwa Vario“ wurde 2006 entwickelt und wird seit 2008 in einem eigenen Werk produziert. Seit vier Jahren ist dieser Reparaturasphalt im Rahmen einer Kooperation bei Hessen Mobil auch auf höchstbelasteten Flächen wie dem Frankfurter Kreuz im Einsatz. Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Härtetest flossen bereits in die Weiterentwicklung des Produktes ein.

Bei den bisher verbauten Mengen von ca. 4.000 t zeigte sich, dass der Reparaturasphalt extrem schnell auf gleichwertige Heißasphaltqualität aushärtet. Der Prüfbericht einer Rap-Stra-Prüfstelle attestiert dem 04er Produkt hinsichtlich des Widerstandes gegenüber Verformungen die Gleichwertigkeit mit einem AC 5 DL. Durch diese hohe Stabilität und die schnelle Aushärtung entfallen in der Praxis Wiederholungsreparaturen.

„Steiwa Vario“ ist in den Kornabstufungen 0/2, 0/4 und 0/8 erhältlich. 0/2 lässt sich durch Zugabe von Wasser wie ein Estrich „ausziehen“ und ermöglicht somit den Einsatz als DSK. Für Schlaglöcher und Schadstellen mit 2 bis 8 cm Dicke kann die Körnung 0/4 genutzt werden, bei Einbautiefen zwischen 5 und 11 cm empfiehlt sich die Körnung 0/8, die mehrlagig auch bis zu 18 cm eingebaut werden kann.

Der Reparaturasphalt wird fertig gemischt im 25-kg-Eimer geliefert. Dank Frischeversiegelung ist das Produkt einvakuumiert. Aktiviert wird das Produkt nach dem Einfüllen in die saubere Schadstelle mit Wasser, wodurch eine chemische Reaktion ausgelöst wird. 1 Liter Wasser je 25 kg sind ausreichend. Anschließend wird die Stelle verdichtet. Das Produkt ist bei kühler und trockener Lagerung ohne direkte Sonneneinstrahlung 9 Monate lang lagerstabil .

Mittlerweile erhielten auch die Produkte „Oecophalt KMG“, „Oecophalt R“, „Rephalt“ und „Viacore Asphalt“ der Österreichische Vialit sowie „AIRphalt R“ der ebenfalls österreichischen Firma Airphalt den Giscode RepA10. Weitere Hersteller haben eine Teilnahme am Giscode signalisiert.

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Regelwerk für Reparaturasphalte

Gegenwärtig gibt es weder bautechnische Anwendungsempfehlungen noch objektiv begründete Produktanforderungen. Im Interesse der Qualitätssicherung offenbart sich hier eine Regelungslücke, die durch die „Hinweise für Reparaturasphalt zur Schadstellenbeseitigung (H RepA)“ geschlossen werden soll.

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Nachhaltige Premiumprodukte

Die Vialit-Gruppe hat sich nach eigenen Angaben als weltweit erster Hersteller mit der Forschung und Entwicklung der REaktiv Bitumentechnologie beschäftigt. Bereits sehr früh wurde aus der persönlichen Überzeugung der handelnden Personen eine Firmen-Philosophie, die die Produktentwicklungen bis zum heutigen Tage sowie für die Zukunft prägen.

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Kaltasphalt für jede Anwendung

Die Bauunternehmung W. Markgraf GmbH & Co KG bietet neben drei Produktvarianten Kaltasphalt unter dem geschützten Markennamen Easyphalt auch eine bituminöse Grundierung an.

Das lehmhaltige Aufgabematerial kann mit Hilfe eines Doppelwellenmischers „vergoldet“ werden.

Rein gemischt

Mischer steigert Ausbeute im Steinbruch

Im Schotterwerk Mönsheim/Deutschland der MSW Mineralstoffwerke Südwest versetzt ein Doppelwellenmischer lehmbehaftetes Vorsiebmaterial mit Weißfeinkalk. Mit diesem trockenen Verfahren werden 70 % des Materials, das vorher im Steinbruch verkippt werden musste, verwertbar.