Persönlich | 29.04.2013

Kopf des Monats: Andreas Paul Amft

 Montagmorgen, der Wecker klingelt: Wie starten Sie in die Woche?

Ich schleiche mich aus dem Haus und versuche den Tagesablauf meiner Familie nicht zu stören!

Freitagabend, 20 Uhr, wo findet man Sie?

Seitdem es die 20 Uhr-Tagesschau auch als APP fürs Smartphone gibt, kann das überall sein.

Was war bislang Ihr spannendstes Projekt?

Der Einstieg in die Selbstständigkeit  mit Enregis und die Erfahrung, dass es weiterhin die Menschen und nicht die Börsen sind, die einander Vertrauen und auf denen ein ehrliches Geschäft und auch Unternehmen aufgebaut werden können.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Entweder auf dem Friedhof oder beim Kunden! Natürlich werden wir unser Unternehmen mit der gleichen Kraft weiterentwickeln und weltweit eine interessante Rolle im Markt der Regenwasserbewirtschaftung einnehmen (was wäre das Leben ohne Visionen). Ich hoffe, dass es auch zukünftig nur unsere körperliche Leistungsfähigkeit ist, die unser Wachstum aufhalten könnte.

Wie viele Stunden sind Sie täglich online?

16 bis 18 Stunden.

Facebook, Xing, Twitter & Co.: Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv?

Nein, ich pflege intensiv eigene persönliche Netzwerke. Alles andere empfinde ich eher als oberflächlich, nicht hilfreich und häufig persönlichkeitsschädlich.

Smartphone und Tablet machen es möglich. Sind Sie auch nach Feierabend und am Wochenende für Kollegen und Kunden erreichbar?

Ja, und dies oft genug zum Leidwesen meiner Familie. Ich sehe hierin jedoch einen wichtigen Grund für den Erfolg unseres Unternehmens. Gerade im internationalen Business verschmelzen die Zeitverschiebungen, und man verliert sehr schnell das rein nationale Zeitgefüge. Hinzukommt, dass ich ein Nachtmensch bin und es sehr genieße, auch mal bei einer Flasche Rotwein den ein oder anderen Vorgang zu entwickeln.

Wie kann man Sie auf die Palme bringen?

Wenn man mir kostbare Zeit raubt; wenn man mich oder mein Team für dumm verkaufen will und sich hierbei tölpelhaft anstellt, dann fühle ich mich in meiner Persönlichkeit gekränkt, und dies lässt mich auf die Palme klettern!

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot.

Was macht Ihnen Angst?

Finanzkrisen und die Ohnmächtigkeit, mit der die Politik diesen begegnet!

Was würden Sie machen, wenn Sie den Jackpot im Lotto gewinnen würden?

Investieren und den Aufbau des Unternehmens beschleunigen.

Was war Ihre wichtigste Entscheidung?

Meine Frau zu heiraten! (… es könnte ja sein, dass sie diesen Bericht auch liest!).

Wie lautet Ihre Lebensphilosophie?

Ehrlich währt am längsten!

Wer oder was wären Sie gerne für einen Tag?

Mein 2,5 jähriger Sohn; dann könnte ich mal wieder so richtig unbeschwert durchs Leben wandeln.

Dipl.-Wirtsch. Ing. Andreas Paul Amft (48) ist Geschäftsführender Gesellschafter der Enregis GmbH aus Arnsberg. Nach erfolgreichem  Abschluss des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen mbegann seine berufliche Laufbahn 1992 bei der WILO GmbH in Dortmund, wo er die Leitung/Verantwortung für das internationale Produkt- & Marketingmanagement im Bereich Wasserver- und -entsorgungstechnik inne hatte. Ende 2001 wechselte er in das Unternehmen ELWA Wassertechnik GmbH (Wavin Group) und übernahm als Geschäftsleitungsmitglied die Verantwortung für den Bereich Marketing/Vertrieb Export. Als Vorsitzender des deutschen RAL-Güteausschuss im Marktsegment der Regenwasserbewirtschaftung gelang es ihm, die unterschiedlichen Interessengruppen im Markt zu vereinen und gemeinsam mit der Industrie Standrads zu entwickeln, die heute die Qualität der Branche weitestgehend bestimmen. Anfang 2008 gründete Amft das Unternehmen Enregis GmbH mit Sitz in Arnsberg. Amft ist verheiratet und Vater von drei Kindern.