Paläontologie | 04.12.2018

Alberti-Preis 2018 verliehen

Die Alberti-Stiftung hat Prof. Dr. Michael Krings und Dr. Rudolf Stockar am 9. November in Ingelfingen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Paläontologie geehrt.

 - Gruppenbild mit den Preisträgern: Dr. J. Reich, Kuratoriumsvorsitzender F. Hippelein, Dr. H. Hagdorn, Prof. J. Reitner, Dr. R. Stockar, Prof. M. Krings, Vorstandsvorsitzender Dr. M. Westermann, Regierungspräsident W. Reimer, Bürgermeister M. Bauer, ISTE-Präsident Peter Röhm (v.l.n.r.).
Gruppenbild mit den Preisträgern: Dr. J. Reich, Kuratoriumsvorsitzender F. Hippelein, Dr. H. Hagdorn, Prof. J. Reitner, Dr. R. Stockar, Prof. M. Krings, Vorstandsvorsitzender Dr. M. Westermann, Regierungspräsident W. Reimer, Bürgermeister M. Bauer, ISTE-Präsident Peter Röhm (v.l.n.r.).
Foto: Privat

Der mit 10.000,-- € dotierte Preis der Alberti-Stiftung der Hohenloher Muschelkalkwerke würdigt Berufspaläontologen und Privatpaläontologen für herausragende Leistungen. In diesem Jahr ging er zu gleichen Teilen an Prof. Dr. Michael Krings, Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie München, und Dr. Rudolf Stockar, Museo cantonale di storia naturale Lugano. Prof. Krings wurde ausgezeichnet für seine Verdienste um die Erforschung paläozoischer Floren und fossiler Pilze und deren biotische Interaktionen mit anderen Organismengruppen sowie für seinen Einsatz um die Sichtbarkeit von Paläobotanik und Paläomykologie durch seine Beiträge zu mehreren internationalen Lehrbüchern. Dr. Stockar wurde gewürdigt für seine Verdienste um die Geologie und Paläontologie der Südalpen in vielseitigen Publikationen insbesondere über die mitteltriassischen Fossillagerstätten des Monte San Giorgio sowie deren museale Präsentation und erfolgreiche Aufnahme ins UNESCO Weltnaturerbe. Dies wurde von den Laudatoren Dr. Mike Reich und Prof. Dr. Joachim Reitner gebührend gewürdigt.

Urkunde und Preisgeld überreichten für die Alberti-Stiftung die Vorsitzenden von Vorstand und Kuratorium, Dr. Martin Westermann und Frank Hippelein, dazu noch einen in Halbleder gebundenen Reprint von Albertis „Monographie“ von 1834. Einen Bericht über die Tätigkeit von Alberti-Stiftung und Muschelkalkmuseum im Jahr 2017 gab Museumsleiter Dr. Hans Hagdorn.

Würdigung der „kleinen Wissenschaften“

In ihren Grußworten betonten Regierungspräsident Wolfgang Reimer und Peter Röhm, Präsident des Industrieverbands Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE), die Leistungen der „kleinen Wissenschaften“, die ohne Mithilfe von außen und die finanzielle Unterstützung von Sponsoren oft nicht überleben könnten. Es sei besonders erfreulich, dass sich eine Gruppe von Unternehmen gefunden hat, die gewillt war, die Wissenschaft durch die Bildung einer Stiftung zu unterstützen. „Ich möchte den Muschelkalkwerken für die Unterstützung der Paläontologie recht herzlich danken. Mit der Alberti-Stiftung tragen sie dazu bei, die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten an die Öffentlichkeit zu bringen.“ Diesen Worten von Regierungspräsident Wolfgang Reimer pflichtete auch Präsident Prof. Joachim Reitner bei, der die Grüße der Paläontologischen Gesellschaft überbrachte.