Rocworks | 19.06.2017

Durchstarten mit Druck

Das Steinbruchunternehmen Pescher Beteiligungen GmbH & Co. KG hat ein automatisiertes Reifendruckkontrollsystem als Nachrüstsatz für Baumaschinen getestet.

 - Funktionsweise des automatisierten Reifendruckkontrollsystems.
Funktionsweise des automatisierten Reifendruckkontrollsystems.
Foto: Rocworks

Weicht der Luftdruck vom Sollwert ab, führt dies zu einer deutlichen Verringerung der Reifenlebensdauer: Es kommt zu erhöhtem Verschleiß und es droht der Totalausfall durch einen Gewaltschaden. Zudem erhöht sich der Kraftstoffverbrauch während die Fahrsicherheit gleichzeitig abnimmt. Es liegt somit im Interesse eines jeden Betreibers und Fahrers von Baumaschinen, die Reifen stets im optimalen Druckbereich zu halten. Das in der Praxis zu gewährleisten, ist jedoch schwierig bis unmöglich. Die bloße Betriebsanweisung, den Reifendruck während der täglichen Tankvorgänge zu überprüfen, reicht in der Regel nicht aus, um Druckverluste zuverlässig und zeitnah festzustellen. Zu diesem Ergebnis kam das mittelständische Steinbruchunternehmen Pescher Beteiligungen GmbH & Co. KG nach systematischen Kontrollen von Reifendrücken seiner diversen Baumaschinen.

Gesucht und gefunden

Man begann die Suche nach einer Systemlösung und fand nach einiger Recherche ein automatisiertes Reifendruckkontrollsystem als Nachrüstsatz für Baumaschinen. Ähnlich wie es bei PKWs mittlerweile zur Standardausrüstung gehört, werden Reifendruck und Temperatur in Echtzeit an eine Kontrolleinheit in der Fahrerkabine geschickt. Kommt es zu einer Überschreitung der frei programmierbaren Grenzwerte, wird der Fahrer optisch und akustisch hingewiesen und kann umgehend handeln. Nach einer ausgiebigen Testphase entschloss sich Pescher nicht nur, alle Fahrzeuge seiner Steinbruchbetriebe mit dem Reifendruckkontrollsystem auszustatten. Das Produkt gehört nun auch zum Programm des hauseigenen Reifenschutzkettenspezialisten Rocworks. „Die Einfachheit und Robustheit sowie die im Vergleich zu den Reifenkosten geringen Anschaffungskosten des Systems haben uns voll und ganz überzeugt!“ berichtet Axel Führer, Vertriebsleiter bei Rocworks. „Im Gegensatz zu anderen Systemen wurde das Pulse des amerikanischen Herstellers Pressure Pro speziell für schwere Baumaschinen entwickelt und ist somit optimal auf die oftmals rauen Bedingungen in den Betrieben eingestellt. Zudem zeigt es die gemessenen Werte nicht nur an, sondern speichert sie auch ab. Dies ist zur Ursachenforschung bei Schäden oder auch, um mit Reifenlieferanten wirksam Garantien zu vereinbaren, extrem wichtig.“ Neben der Anzeigeeinheit besteht das System aus Sensoren, welche einfach auf die Reifenventile aufgeschraubt werden. Einsetzbar ist es auf allen Arten von bereiften Baumaschinen. Die Installationszeit beträgt nur wenige Minuten.